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    Omnivore(r) Partner(in)

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    Omnivore(r) Partner(in)

    Beitrag  blackbird am Do Mai 13, 2010 9:49 pm

    Hi,

    kaum neu angemeldet, habe ich auch schon eine Frage an Euch.

    Habt Ihr alle Partner oder Partnerinnen die ebenfalls vegetarier(in)/vegan(erin) sind? Meine Partnerin isst "normal" und interessiert sich auch nicht für das Thema. Es schreibt zwar keiner dem anderen vor, was er zu tun oder zu lassen hat, aber ab und an führt es doch zu leidigen Diskussionen (was ist gesund/ungesund, was ist das richtige Maß, wer hat recht, etc.)

    Sind unter Euch welche dabei, die mit einem omnivoren Partner zusammenleben? Wenn ja, wie geht Ihr mit dem Thema bzw. der Situation um?

    Über Feedback würde ich mich sehr freuen.

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    Re: Omnivore(r) Partner(in)

    Beitrag  Euphoric am Do Mai 13, 2010 11:38 pm

    Ich könnte mir keine langfristige Beziehung zu einer Nichtveganerin mehr vorstellen. Gäbe da einfach zu große Interessen- und Moralkonflikte. Spätestens beim Ernähren von gemeinsamen Kindern


    Zuletzt von Euphoric am Fr Mai 14, 2010 12:12 am bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet


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    Re: Omnivore(r) Partner(in)

    Beitrag  Gast am Do Mai 13, 2010 11:45 pm

    Meine Frau ist auch Omnivore, ich komme da leider auch nicht weiter. Sie will Earthlings nicht sehen und weigert sich, ißt mir zur Liebe oft vegane Gerichte, aber kauft/ißt leider auch ab und zu Biofleisch (wenigstens) und wenn wir mal zum Essen eingeladen werden, leider auch Fleisch.
    Sie sagt sie braucht es, mit Diskussionen komme ich nicht weiter.

    Mehr als den häufigen veganen Kompromis kann ich wohl leider nicht erwarten.

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    Re: Omnivore(r) Partner(in)

    Beitrag  gelbetomate am Fr Mai 14, 2010 1:31 pm

    Hallo blackbird!

    Es wär interessant, wie alt du bist.
    Wenn du noch sehr jung bist, ist es sowieso sehr unsicher, ob das der Partner fürs Leben ist.

    Dann wäre noch zu bedenken, dass du erst seit kurzem mit der veganen Ernährung "flirtest" und vielleicht wird das ja die große Liebe Wink.
    Was ich eigentlich schreiben wollte ist, dass deine Partnerin sich auch erst daran gewöhnen muss und Veränderungen sind möglich, brauchen aber Zeit. Die solltest du ihr auch geben.
    Auch du wirst dich, wenn du länger Veganer bist, verändern.

    Zudem habe ich die Erfahrung gemacht, dass die meisten Paare sind entweder trennen oder nur mehr WG-mäßig zusammenwohnen. Damit wird das Thema entschärft.

    Es wird sich alles natürlicherweise von ganz alleine ergeben...........

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    Re: Omnivore(r) Partner(in)

    Beitrag  Psychonaut am Fr Mai 14, 2010 1:55 pm

    Ich persönlich könnte mir eine Beziehung mit einer Omnivorin nur anfangs vorstellen.

    Mir sind Empathie, soziales Verhalten und Intelligenz wichtig bei einer Frau, und wenn sie mich liebt, interessiert sie sich auch für mich und somit auch für den Veganismus, der ja ein wichtiger Teil meines Lebens ist.
    Wenn sie dann nach einer gewissen Zeit nicht umstellt (dabei wäre ich allerdingd schon geduldig glaube ich), zumindest teilweise, dann würde ich daraus schliessen, dass sie sich entweder nicht intensiv mit dem Thema befasst hat, oder nicht empathisch und intelligent ist. Und somit würden wir wohl auf Dauer eh nicht miteinander klar kommen.

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    Re: Omnivore(r) Partner(in)

    Beitrag  Holger am Sa Mai 15, 2010 11:26 am

    Für mich wäre es absolut unmöglich. Kann nur sagen, die Trennung von meiner Ex-Verlobten fiel mir trotz fast sieben Jahren Beziehung relativ leicht. Sie wurde anfangs von einem Tag auf den anderen vegan. Von sich aus, aber wie mir erst später klar wurde, ohne es zu verstehen und eigentlich nur meinetwegen. Es gab ständig (teils unbewusste) Konflikte desshalb, bis es irgendwann knallte und hieß, vegan oder sie.
    So lernt man dazu.

    Aber scheinbar gibt es Leute die es schaffen irgendwie einen zufriedenstellenden Kompromiss hinzukriegen, also wirst du es wohl selbst herausfinden müssen.


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    Re: Omnivore(r) Partner(in)

    Beitrag  xphilx am Sa Mai 15, 2010 12:40 pm

    Psychonaut schrieb:[...]Wenn sie dann nach einer gewissen Zeit nicht umstellt, [...] dann würde ich daraus schliessen, dass sie sich entweder nicht intensiv mit dem Thema befasst hat, oder nicht empathisch und intelligent ist. Und somit würden wir wohl auf Dauer eh nicht miteinander klar kommen.


    So sieht's aus.


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    Re: Omnivore(r) Partner(in)

    Beitrag  Neko am Di Mai 18, 2010 7:17 pm

    xphilx schrieb:
    Psychonaut schrieb:[...]Wenn sie dann nach einer gewissen Zeit nicht umstellt, [...] dann würde ich daraus schliessen, dass sie sich entweder nicht intensiv mit dem Thema befasst hat, oder nicht empathisch und intelligent ist. Und somit würden wir wohl auf Dauer eh nicht miteinander klar kommen.


    So sieht's aus.


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    Re: Omnivore(r) Partner(in)

    Beitrag  F.P. am Di Mai 18, 2010 10:49 pm

    Meine Freunde ist ebenfalls vegan und ich könnte mir eine Beziehung mit einer Nichtveganerin absolut nicht vorstellen. Das sind dann einfach zu unterschiedliche Wertvorstellungen; ich könnte niemals mit jemandem zusammen sein, der ganz bewusst Tierausbeutung unterstützt und sich auch nicht darum kümmert.

    Als ich meine Freundin kennenlernte, waren wir beide Vegetarier...ich wurde dann im Laufe der Beziehung vegan und sie ca. 5 Monate später. Ich habe sie zwar nicht gedrängt, bin aber auch stark davon ausgegangen, dass sie früher oder später bzw. bald vegan wird...ansonsten hätte ich die Beziehung mittlerweile schon beendet.

    Ich könnte nicht jemandem, der Tierausbeutung unterstützt, glücklich sein.

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    Re: Omnivore(r) Partner(in)

    Beitrag  strichmaennchen am Fr Mai 21, 2010 4:46 am

    ich sag nur:

    http://www.amazon.de/Dispatches-Hell-Relationships-Suicidal-Tendencies/dp/0977080404/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books-intl-de&qid=1274409930&sr=8-1

    super witziges buch, für alle die es noch nicht kennen Wink

    blackbird
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    Danke für Eure Beiträge

    Beitrag  blackbird am Fr Mai 21, 2010 3:15 pm

    Ich bin 31 Jahre alt und lebe mit meiner Partnerin seit mehreren Jahren zusammen.

    Ich glaube es ist generell schwierig, wenn ein Partner anfängt einen Wandel durchzumachen. Egal in welche Richtiung der geht.

    Was bei meiner Wandlung zum Veganer hin natürlich am meisten zum Tragen kommt ist das Thema Ernährung.
    Einfach deshalb, weil es die offensichtlichste Umstellung ist. Das ich jetzt keine Lederkleidung mehr kaufe, anderes Shampoo
    benutze etc. fällt keinem wirklich auf und wenn dann hinterfragt es kaum jemand.

    Wir führen seit je her eine sehr harmonische Beziehung und waren bis jetzt im Großen und Ganzen immer einer Meinung was
    die Lebensweise angeht. Und nun eine harmonische Beziehung wegen einer unterschiedlichen Einstellung zur Ernährung in Frage zu stellen fühlt sich irgendwie auch nicht so ganz richtig an. Ich weiß, beim Veganismus geht es um viel mehr, aber das Thema ist nunmal der Knackpunkt der aktuell stark zum Tragen komm.
    Die Ernährung von gemeinsamen Kindern ist natürlich eine große Problematik. Das ist auch das, was mich zur
    Zeit am meisten beschäftigt. Selbst wenn ich jetzt evtl. noch bereit wäre, einen gewissen Kompromiss einzugehen
    stellt sich die Frage, wie ich in ein paar Jahren dazu stehe und ob ich dann einen Kompromiss immer noch ertragen kann...

    @gorillastrength: Habt ihr Kinder? Plant ihr Kinder? Habt ihr Euch schonmal darüber unterhalten, wie das funktionieren soll/kann?

    gelbetomate hat natürlich auch recht. Sie benötigt Zeit, um sich an die neue Situation zu gewöhnen. Ihre größte Sorge ist vermutlich,
    dass ich ihr fremd werde und ihr entgleite. Ich möchte sie auch zu nichts drängen, da ich niemanden Missionieren möchte. Aber auf der anderen Seite ist das meiner Meinung nach kein Thema, dass man in Ruhe aussitzen kann. Zudem wir auch nicht jünger werden und bei Frauen tickt ja bekanntlich die biologische Uhr.

    Naja, es wird sie schon eine Lösung finden bzw. ergeben. Danke für Eure Gedanken und Erfahrungen.

    Gehabt Euch wohl und genießt das lange Pfingstwochenende.

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    Re: Omnivore(r) Partner(in)

    Beitrag  Retrogradation am So Jun 06, 2010 3:59 pm

    Ich habe auch eine tolle Veganerin kennengelernt. Ich darf mich jetzt nur nicht so dumm anstellen und sie vergraulen. Wink Also rein von dem Standpunkt betrachtet, wäre sie eine ideale Partnerin.

    Aber eines kann man schon sagen: "vegan girls taste better". Smile

    Auf jedenfall macht es eine Beziehung wesentlich einfacher, wenn man in dieser Frage ähnliche Ansichten vertritt. Gerade für Veganer, für die diese Lebensweise ethisch begründet ist, wird es immer ein "Streitpunkt" sein, wenn der Partner eben nicht die gleichen Ansichten vertritt.

      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Mo Mai 21, 2012 2:08 am