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    Ein paar Fragen zum Masseaufbau/Training inkl. Vorstellung

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    Madderikk
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    Anzahl der Beiträge : 1
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    Ein paar Fragen zum Masseaufbau/Training inkl. Vorstellung

    Beitrag  Madderikk am Mi Mai 07, 2014 2:31 am

    Hallo aus Berlin,

    ich mache hier gleich mal einen Multifunktionsthread draus, denn eine Extra-Vorstellung möchte ich jetzt nicht machen und auch sonst kann ich nicht so richtig einordnen, wo ich zu posten habe, da ich gleich mehrere Themen anschneiden will. Dementsprechend lasse ich mir auch gekonnt erst während des Schreibens einen Titel für mein(e) Anliegen einfallen.

    Zu mir:
    Ich heiße Patrick, bin gemäß letztem Schrittcheck männlich, 23 Jahre alt und Student in der Hauptstadt. Noch bin ich kein straighter Veganer, aber das ist bei mir sowieso ein sehr schleichender Prozess. Mir liegt es fern, mich in Schubladen zu stecken oder Extrema zu beziehen, aber der moralische Grundgedanke ist in jedem Fall vorhanden. Bis auf zwei Anstandswürste zu Ostern (ich war auf entsprechend vielen Grillpartys eingeladen, auf denen außer Fleisch praktisch kaum was zu essen angeboten wurde) kann ich mich zumindest an meine letzten carnivoren Tätigkeiten auch nicht mehr erinnern. Seit September letzten Jahres beschäftige ich mich zunehmend mit Veganismus und würde sagen, dass meine Ernährung zu ca. 95% vegan ist. Lediglich bei Vollmilchschokolade (z.B. in Keksen) und Käse (u.a. Parmesan) mache ich seltene Ausnahmen, weil ich beides schlicht zu gerne esse und die Alternativen entweder extrem teuer sind oder, gelinde gesagt, beschissen schmecken. Hypothetisch habe ich gegen den Verzehr von Eiern und Milcherzeugnissen, die beim anerkannten Ökobauern vor Ort gekauft werden, auch nichts, aber das ist heutzutage ja traurigerweise fast Luxus. Darüber hinaus achte ich aber beispielsweise auch beim Kauf von Textilen und Pflegeprodukten auf Tierversuchsfreiheit.
    Zum Sport: Wenn mich nicht alles täuscht, liegt meine Anmeldung bei McFit ca. 2 Jahre zurück und seitdem bin ich phasenweise immer mal mehr oder weniger aktiv. "McFit, ernsthaft?!", werden sich jetzt wahrscheinlich manche denken, aber als Student mit überschaubarem Budget leistet man sich einfach keine teureren Abos in Fitnessstudios. Abgesehen davon habe ich auch gar weniger den Anspruch tatsächlich Bodybuilding oder Kraftsport zu betreiben. Dafür macht mir das Ganze, um ehrlich zu sein, auch zu wenig Spaß. Ich trainiere eher für den Effekt und da in erster Linie mit dem Ziel athletisch auszusehen, statt ein "krasses Tier" zu werden wie man auf neudeutsch gerne sagt (zumindest beim Klientel in der besagten Sporteinrichtung). Mein Ansatz ist also vergleichbar mit den Leuten, die Alkohol wegen der Wirkung konsumieren und es nicht als Genussmittel betrachten. Mein gemäßigter Spaß am Kraftsport kann aber auch schlichtweg damit zusammenhängen, dass ich noch nicht die richtigen Übungen für mich gefunden habe (bisher habe ich mich hauptsächlich auf Gerätetraining konzentriert) oder mangels MP3-Player bzw. Smartphone immer nur mit der grausigen Musikauswahl vor Ort auskommen musste - ich will mir also nicht völlig abschreiben, dass ich Spaß daran haben könnte Wink

    Grund für meine Eintrag hier:
    Seit gut einem Dreivierteljahr, also ungefähr deckungsgleich mit dem Start der bewusst gesünderen Ernährung, habe ich stolze 10kg verloren, obwohl ich nicht mal im Ansatz dieses Ziel verfolgte. In der Zeit habe ich nicht mal wirklich viel Sport betrieben, war vlt. 2 Mal im Monat überhaupt auslastend aktiv. Nun wiege ich also rund 66-68kg (das schwankt bei mir täglich) bei einer Größe von ca. 186cm, was laut BMI praktisch knapp über Untergewicht ist. Meinen Körperfettanteil müsste ich beim nächsten Besuch im Studio nochmal überprüfen, aber der ist mir grundsätzlich sowieso recht wumpe, solange ich mit meiner Optik zufrieden bin und mich wohlfühle. Da ich allerdings zuletzt praktisch von allen Seiten gesagt bekomme, dass ich ziemlich dünn und "nicht mehr ganz so gesund" aussehe und ich mir das manchmal sogar selbst denke, sehe ich nun doch die Notwendigkeit mich wohl tiefgreifender mit der Materie auseinanderzusetzen. Im Zuge dessen bin ich gestern über das angepinnte Thema hier gestoßen, welches mir bezüglich Ernährung wieder ein paar neue Erkenntnisse gebracht hat. Fakt ist aber wohl und das dachte ich mir schon vorher, dass ich zu wenig esse, denn die von Floey vorgeschlagene Ernährungsweise halte ich unbewusst bzw. ohne mir größere Gedanken gemacht zu haben, zu einem großen Teil bereits sehr ähnlich ein. Sei es dadurch, dass ich mir aus Faulheit ein paar Nüsse oder Bananen reinschaufele oder mir ausgewogene Kohl- und Gemüsesuppen mache (wobei ich hier durch's Kochen vielleicht auch viele Nährwerte verliere?), oft Hülsenfrüchte esse bzw. mir Quinoa- oder Bulgursalat mache. Das meiste davon esse ich gegen Abend.
    Andererseits esse ich aus Bequemlichkeit auch viel Brot (zum Frühstück) und Nudeln (mittags), weil mir das Kochen/Schnippeln sonst doch oft zu lange dauert und ich dem Glauben erliege, dass mir die Kohlenhydrate ganz viel Gewicht und Masse bringen :DIch lande also bei meist nur 3 Mahlzeiten am Tag was bei der Ernährung und meinem Stoffwechsel offenbar nicht ausreicht und letztlich zu dieser krassen Gewichtsabnahme geführt hat. Durch meine Freundin (sie selbst will ein bisschen abnehmen) bin ich dann vor knapp zwei Wochen mit den sogenannten Superfoods in Berührung gekommen und wir haben uns gleich mal entschlossen einen dieser Wundersmoothies zu probieren. Unsere Variante besteht aus Kokoswasser, -milch, Multivitaminsaft, Spirulina, Acai-Pulver, Maca-Pulver, Reisprotein und Chia-Samen. Für die Statistiker: insgesamt knapp 1L von dem Mix enthält 807,9kcal, 23,72g EW, 61,09g KH und 69,77g Fett. Nachteil ist, dass das Ding echt gewöhnungsbedürftig schmeckt und man es aufgrund der Chia-Samen recht schnell trinken muss, weil es sonst zu Brei wird, was man bei dem Geschmack tunlichst vermeiden möchte :DMomentan bin ich noch am Herumprobieren wie ich das Ganze angenehmer machen kann, denn mir ist nach dem Konsum oftmals übel. Ob das an der getrunkenen Menge in der kurzen Zeit, der geschmacklichen Irritation oder doch einfach der Nährstofffülle liegt, konnte ich bisher noch nicht so ganz eruieren.
    Zu meinem Problem: Ich kann zwar kochen und mache es zuweilen sehr gerne, aber gerade vegane Essenszubereitung dauert aufgrund des Gemüseschneidens oft länger, als einem nach Arbeit/Uni/Sport lieb ist. Zudem sind vor allem die Preise für ökologisch wertvolle Ware für einen Student nicht immer locker zu bezahlen (ein voller Warenkorb bei Alnatura ist bei mir im Durchschnitt 30€ wert und da ist dann nicht mal wirklich für viele Tage geplant). Habt ihr da zufällig noch ein paar Tipps auf Lager, wie man relativ günstig und ohne großen Aufwand vegan Masse aufbauen kann? Derzeitig muss ich wohl einen durchschnittlichen Tagesbedarf von rund 3000kcal anpeilen, um zumindest kleinschrittig zuzunehmen. Momentan liegt er laut Rechner bei ca. 2500, wenn ich von einem trainingsfreien Tag ausgehe.

    Fragen zum Training:
    Mir fällt auf, dass ich besonders Defizite im Rücken- und Schulterbereich habe, denn das sind die Bereiche, die bei zu anspruchsvoller oder häufiger Belastung anfangen zu schmerzen (gar nicht mal unbedingt sportlich). Kann mir da jemand ein paar Übungen empfehlen? Es gibt im McFit zwar so ein paar Pläne, aber ich bin immer recht skeptisch, ob die wirklich was taugen. Mir kommen 12 Wiederholungen à 2 Sätze pro Gerät/Übung halt nicht sonderlich nachhaltig vor.
    Eine weitere Beobachtung, die ich schon länger angestellt habe: meine linke Seite scheint mir insgesamt deutlich schwächer als die rechte. Als Rechtshänder scheint das wohl nur logisch, aber wenn ich bspw. bei höherer Wiederholungszahl eine Bewegung mit dem rechten Arm noch locker durchziehen kann, der linke sich hingegen fast verkrampft, mache ich mir dann doch sorgen. Bei den Beinen ist das Phänomen nur kaum ausgeprägt, jedoch spürbar.
    Ich weiß, mit beiden Fragen kann ich auch den Trainer im Studio belästigen. Nur bin ich hier ja schon mal in fachkundiger Gesellschaft und es schadet sicher nicht mehrere Meinungen einzuholen Smile

    So, damit will ich auch mal zum Ende kommen. Manche Dinge wollte ich sicher noch erwähnt haben, aber so ist das nun mal... Schon mal vielen Dank an diejenigen, die bis hierhin gelesen haben und wenn jetzt noch jemand antwortet, wäre ich umso erfreuter. Ansonsten greife ich weiterhin auf meine Selbstständigkeit zurück und lese mich weiterhin schlau - irgendwie bekomme ich das schon hin. Bis dahin viel Spaß beim Training Wink

    PS: Einen generischen Themennamen habe ich nun auch ermittelt Very Happy
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    Re: Ein paar Fragen zum Masseaufbau/Training inkl. Vorstellung

    Beitrag  Ottomane am Mi Mai 07, 2014 2:48 am

    Salut!

    Rücken: Kreuzheben, Ruderübungen, Klimmzüge, Face-Pulls, Reverse Flies. BOOM alles drin und durch.
    Schulter: Überkopfdrücken, Seitenheben, Face-Pulls, Reverse Flies
    (Doppelnennung ist Absicht)

    Zum Kochen und Zeitaufwand: Bullshit, Kumpel  Wink Ich komm öfters auch erst 20 oder 21 Uhr erst wieder heim und ne ordentliche Linsensuppe, Pastasauce, Reis+Gemüse usw. geht immer. Simpelkochen mit 2-3 zu schneidenen Zutaten und richtiger Messertechnik sollte man beherrschen und das sollte nie länger als 20 bis 30 min dauern. Man muss nicht bei jedem größeren Essen immer alles drin haben.

      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Mo Dez 18, 2017 7:39 am