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    Erleuchtete Menschen?

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    Erleuchtete Menschen?

    Beitrag  Gorilla am Fr Mai 02, 2014 6:23 am

    Vielleicht interessiert sich ja noch jemand für das Thema "Erleuchtung".
    Alle Religionen (u.a. Buddhismus) befassen sich mit Erleuchtung (Nirwana) und zig Strömungen suchen im Prinzip das Selbe. Religionen basieren auf normalen Menschen, die "Erleuchtung" erlangt haben...Buddha, Jesus, Mohammed....

    Nun laufen da einige Menschen rum, die behaupten erleuchtet zu sein.
    Hirnscans von Buddhisten und Nonnen haben z.B. ergeben, daß Bereiche des Gehirns die für das "Ich-Gefühl" und die Abgrenzung bei "Erleuchteten" reduziert sind und andere Bereiche die für mystische Erfahrung und die Dopamin-Bildung verantwortlich sind, verstärkt aktiv sind.
    Also ein "Eins-sein mit allem" in Kombination mit Glücksgefühlen durch das Dopamin.

    Mir fällt allerdings auf, daß diese Menschen genauso schnell altern, auch schwere Krankheiten bekommen (um ein paar zu nennen die nach ihrer Erleuchtung schwer krank wurden: Osho, Suzuki Shunryu, Ramana Maharshi, Eli Jaxon-Bear, Nisargadatta Maharaj, Jiddu Krishnamurti) oder noch nicht mal besonders alt werden. Osho wurde gerade mal 58 Jahre.

    Andere "Erleuchtete" wie der aktuelle Dalai Lama kann ich nichte ernst nehmen, da sie weiterhin Fleisch essen und für die Tötung von mitfühlenden Geschöpfen verantwortlich sind (direkt oder indirekt). Ob die oben zitierten alle Vegetarier/Veganer sind/waren, weiß ich nicht.

    Wie seht ihr das? Völliger Humbug? Denkt ihr Erleuchtung und Erwachen ist möglich? Oder ist es nur eine Art Training (wie Bodybuilding) des Körpers (in diesem Fall das Gehirn), bis eine Bewusstseinänderung eintritt? Oder gar eine pathologische Störung?

    Meinungen willkommen.
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    Re: Erleuchtete Menschen?

    Beitrag  p.o.d.d.n. am Mo Mai 05, 2014 8:15 pm

    "Erleuchtung (von althochdeutsch arliuhtan „erleuchten“, mittelhochdeutsch erliuhtunge „Aufleuchten“, „Erleuchtung“; lateinisch illuminatio) bezeichnet eine religiös-spirituelle Erfahrung, bei der jemand den Eindruck erhält, sein Alltagsbewusstsein sei überschritten worden und er habe eine besondere, dauerhafte Einsicht in eine – wie auch immer geartete – gesamtheitliche Wirklichkeit erlangt."

    Wenn ich wirklich verstehe und es eine dauerhafte Einsicht wird, könnte ich sagen, dass ich mein Alltagsbewusstsein, welches mir sagt, dass das Leben anstrengend, ernst und schwierig ist etc., überschritten habe. Für Leute, die angespannt sind, würden ("spirituelle") Leute, die das positive Gegenteil leben können, auf ne Art "weiter"/erleuchtet sein. Und hohle Leute würden dann so über die "Erleuchteten" reden.
    Wenn man nun Religiöse nimmt, dann ist es nicht abwegig, dass sie sich durch ihren "Wahn"(Religion) in immer größere "Körperlosigkeit"/Nichtigkeit in den Händen Gottes denken und so eine Leichtigkeit empfinden, die sie sich als erleuchtet wahrnehmen lässt, weil sie das einfache Irdische hinter sich lassen.

    Ich glaube, "Erleuchtung" geht immer mit "nichts wollen/brauchen" einher, was geistig frei macht. Davon laufen sicherlich einige Leute herum, die das wahrhaft empfinden. Da nun her zu gehen und da ne selbstherrliche Beschreibung, wie "Erleuchtung"(im aktuellen Sprachgebrauch nicht ernst genommen) zu benutzen is irgendwie peinlich. Sobald man so über sich redet, ist mMn zu viel Arroganz (und Wahn) im Spiel, um "rein" zu sein und alles ist falsch. Hm....

    Isn komisches Thema. Aber da hier keiner senft, kriegste meinen. Wink
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    Re: Erleuchtete Menschen?

    Beitrag  Strauß am Di Mai 06, 2014 9:48 pm

    Ich bin da bei Poddn.
    Die Hirnsachen - na ja, je nach Temperament neigen wir zu anderen Berufen. Ich halte Religiosität sowieso für einen Fehler und diesen öffentlich gemachten Erleuchtungskram für großen Blödsinn.


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    Re: Erleuchtete Menschen?

    Beitrag  Ottomane am Di Mai 06, 2014 10:54 pm

    Dass Erleuchtung auch rein religiös/eosterisch ist, ist auch schon so ein Alarmzeichen. Kann mich spontan an keinen Philosophen erinnern, der meinte er wäre erleuchtet, oder Erleuchtung in der Gestalt wäre ein Thema.
    Nicht einmal Nietzsche  Laughing 
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    Re: Erleuchtete Menschen?

    Beitrag  Gorilla am Sa Mai 10, 2014 12:37 am

    Ottomane schrieb:Dass Erleuchtung auch rein religiös/eosterisch ist, ist auch schon so ein Alarmzeichen. Kann mich spontan an keinen Philosophen erinnern, der meinte er wäre erleuchtet, oder Erleuchtung in der Gestalt wäre ein Thema.
    Nicht einmal Nietzsche  Laughing 

    Bei den Stoa wird es halt Weisheit genannt und wird als höchstes Gut und der Inbegriff des glücklichen Daseins (Eudaimonia) angesehen.
    Glückseligkeit ist auch nach Aristoteles das Ziel des menschlichen Daseins.

    Erwachen, Erleuchten, Nirwana, Erlösung....ist doch alles das selbe. Ein autonomer Zustand der Glückseligkeit. Im Zen-Buddhismus trainiert man im Prinzip diese Veränderung des Gehirns. Eine Reduzierung des "Ich-Bewusstsein" des Gehirns und eine Aktivierung eines bestimmten Hirnareal im Bereich der Schläfenlappen der mit transzendentalen Erfahrungen und Erleuchtungserlebnissen zusammenhängt. Sprich ein Gehirntraining, daß zur Glückseligkeit führt.

    Es scheint aber so zu sein (meine Theorie), daß die Menschen die dies erfahren, eher geneigt sind, ihren Körper zu vernachlässigen. Ich stelle mir das im umgekehrten Sinn vor, wenn ein Bodbuilder sein Leben nach Training, Erholung und Ernährung zu 100% ausrichtet und dabei geistig und seelig verkümmert. Hier könnte dann die Erklärung sein, warum viele dieser "Erleuchteten" oder auch "Brain-Builder" krank werden, da Fitness, Ernährung und Erholung einen niedrigeren Stellenwert haben.

    Just my 50 Pfennig.

    PS: Wobei ich denke, daß da draussen viele Menschen rumlaufen, die sich für "Erwacht" halten, aber alles andere als Weise sind.

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    Re: Erleuchtete Menschen?

    Beitrag  Gorilla am Do Mai 15, 2014 9:46 am

    Keiner Interesse an dauerhafter Glückseligkeit?
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    Re: Erleuchtete Menschen?

    Beitrag  xeper am Fr Mai 16, 2014 9:44 am

    Gorilla schrieb:Keiner Interesse an dauerhafter Glückseligkeit?

    Wenn dieser Zustand dauerhaft über Jahre anhält, wäre es eine pathologische Störung. Der Mensch und alles andere befindet sich doch ständig im Wandel. Eigentlich ist nur die ständige Veränderung eine wirkliche Konstante.  Wink 

    Eine dauerhafte Achtsamkeit (immer im Hier und Jetzt, sich seiner Selbst und allen Emotionen und deren Ursachen bewusst) finde ich viel erstrebenswerter wir dauerhafte Glückseligkeit.
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    Re: Erleuchtete Menschen?

    Beitrag  Gorilla am Fr Jul 11, 2014 10:40 pm



    Wow, hier mal ein Treffen von "Erleuchteten" oder solche die sich einbilden es zu sein.

    Besonders ab 18:17 werden die "Wahrheiten" sehr interessant.
    Alles frei von einem Ich/Ego Doofes Grinsen 

    Mal ernsthaft, ich sehe da sehr viele pathologische Züge.
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    Re: Erleuchtete Menschen?

    Beitrag  Gorilla am Fr Jul 11, 2014 10:48 pm

    Ab 24:00 wird es nochmal richtig spannend.
    Es wird in der Szene immer davon gesprochen, daß es kein Ich gibt. Dass das Ich eine Illusion ist, es Niemand gibt der etwas tun könne, wir darauf keinen Einfluss haben und dann eine schöne Ego Diskussion.
    Vor allem "ich antworte so und so"...da ist es doch wieder das ich.

    Ich glaube schon, daß es Menschen gibt die einen tiefgreifenden Kontakt zu etwas Höherem erfahren haben. Es gibt aber leider auch viel pathologisches in diesem Umfeld.
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    Re: Erleuchtete Menschen?

    Beitrag  Demian am Sa Jul 12, 2014 12:23 am

    Das Standbild des Videos sagt doch eigentlich schon alles, oder etwa nicht?
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    Re: Erleuchtete Menschen?

    Beitrag  Holger am Sa Jul 12, 2014 12:37 am

    Oje, das kann man sich ja gar nicht ansehen. Ich hab nur mal kurz die von Gorilla genannten Stellen angespielt, das halte ich keine Minute lang aus... Hehe

    Besser das hier gucken:
    http://veganstrength.users-board.com/t4223-richard-dawkins-sex-death-and-the-meaning-of-life

    Geht zwar nicht direkt um Erleuchtung, aber andererseits kann man das vielleicht noch am ehesten als Erleuchtung ansehen. Die Realität akzeptieren und einen Sinn darin finden, meine ich. Wink


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    Re: Erleuchtete Menschen?

    Beitrag  shade am Sa Jul 12, 2014 1:09 am

    1 Stunde und 19 Minuten  Suspect  wer schaut sich das an..
    Mir persönlich reicht auch schon das Vorschaubild.
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    Re: Erleuchtete Menschen?

    Beitrag  Gorilla am Sa Aug 16, 2014 11:05 pm

    Ich finde schon spannend, was er zu sagen hat. Glaube nicht, dass er ein Schwätzer ist, sondern schon sehr bodenständig.



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    Re: Erleuchtete Menschen?

    Beitrag  McTofu am Mi Aug 27, 2014 8:52 am

    Gibt es Erleuchtung, oder ist es am Ende doch nur Geblendetsein?

    Erhard Blanck

    Ich denke dieser Spruch sagt alles! Ich denke es gibt keine Erleuchteten. Höchstens Menschen die vollkommen durchgeknallt sind. Die Geschichte ist voll mit Pseudoerleuchteten die andere Menschen ins Unglück getrieben haben.
    Was ich wohl kenne Menschen die ich als weise, klug oder genial bezeichnen würde.

    Sicherlich ist Yoga & Co ( mache selbst Yoga ) eine gute Sache um sich zu sammeln & zu finden. Aber Erleuchtung werde ich dadurch NIE erlangen. wirr
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    Re: Erleuchtete Menschen?

    Beitrag  Gast am So Aug 31, 2014 8:53 am

    Gorilla schrieb:Vielleicht interessiert sich ja noch jemand für das Thema "Erleuchtung".
    Alle Religionen (u.a. Buddhismus) befassen sich mit Erleuchtung (Nirwana) und zig Strömungen suchen im Prinzip das Selbe. Religionen basieren auf normalen Menschen, die "Erleuchtung" erlangt haben...Buddha, Jesus, Mohammed....

    Nun laufen da einige Menschen rum, die behaupten erleuchtet zu sein.
    Hirnscans von Buddhisten und Nonnen haben z.B. ergeben, daß Bereiche des Gehirns die für das "Ich-Gefühl" und die Abgrenzung bei "Erleuchteten" reduziert sind und andere Bereiche die für mystische Erfahrung und die Dopamin-Bildung verantwortlich sind, verstärkt aktiv sind.
    Also ein "Eins-sein mit allem" in Kombination mit Glücksgefühlen durch das Dopamin.

    Mir fällt allerdings auf, daß diese Menschen genauso schnell altern, auch schwere Krankheiten bekommen (um ein paar zu nennen die nach ihrer Erleuchtung schwer krank wurden: Osho, Suzuki Shunryu, Ramana Maharshi, Eli Jaxon-Bear, Nisargadatta Maharaj, Jiddu Krishnamurti) oder noch nicht mal besonders alt werden. Osho wurde gerade mal 58 Jahre.

    Andere "Erleuchtete" wie der aktuelle Dalai Lama kann ich nichte ernst nehmen, da sie weiterhin Fleisch essen und für die Tötung von mitfühlenden Geschöpfen verantwortlich sind (direkt oder indirekt). Ob die oben zitierten alle Vegetarier/Veganer sind/waren, weiß ich nicht.

    Wie seht ihr das? Völliger Humbug? Denkt ihr Erleuchtung und Erwachen ist möglich? Oder ist es nur eine Art Training (wie Bodybuilding) des Körpers (in diesem Fall das Gehirn), bis eine Bewusstseinänderung eintritt? Oder gar eine pathologische Störung?

    Meinungen willkommen.

    Nisargadatta war Kettenraucher und Fleischesser, Osho wurde mit Thallium vergiftet, nur mal so nebenbei. Generell ist das Problem  einfach, wenn durch spezielle Übungen ( z.B. Kundalini Meditation )  höherschwingende Energien in deinem Körper – Geist System erweckt werden, entsteht eine Diskrepanz zwischen „hochschwingender“ feinstofflicher Energie und der niedrig schwingenden Energie des materiellen Körpers, den zerreißt es dann an der schwächsten Stelle.  All die von dir erwähnten Leute sind meines Wissens nicht durch eine jahrelange körperliche Schulung gegangen. Nicht umsonst wird im Yoga erstmal beim Körper angefangen. Der sogenannte Hatha Yoga diente klassisch nur dazu deinen Körper sowie deinen Energie Körper auf die Meditation vorzubereiten, vereinfacht gesagt. Aber wie alles was hier im Westen landet, so ist auch der Yoga größtenteils kastriert, und von irgendwelchen Z - Promis ohne wahre Einsicht - für die Masse weichgespült. Wenn du nach Indien gehst, wirst du etliche Yogis finden die auch noch mit 80, 90 Jahren jugendlich frisch und gesund sind. Trotz jahrzentelanger Übungen mit Methoden die einem unvorbereiteten Menschen das Hirn durchknallen würden. Generell gibt es das in allen Meditationsschulen die was taugen. Im Daoismus wird halt erstmal Qi Gong oder Tai Chi gemacht, die Shaolin Mönche machen jahrelang Kung Fu und Qi Gong, selbst die Hardcore Zen Buddhisten haben ihr Zen Yoga, bzw. die harte Arbeit im Kloster die ähnliches bewirkt.

    Ich habe vor 20 Jahren auch mal einfach so mit höheren Methoden aus dem Kundalini Yoga angefangen, und ich weiß was da für Kräfte wirken können. Tut nicht gut, und mich wundert es nicht, das die westlichen Esos und Spirituellen Clowns von Menschen die neben der Kultivierung des Spirituellen ihre Bodenständigkeit nicht verloren haben, so schwer zu ertragen sind. Die von dir genannten Leute sind ja noch eher harmlos, wenn du mal in die sogenannte Lichtarbeiter Eso Ecke guckst, wird es nochmal um einiges unerträglicher.

    Ob es Erleuchtung gibt oder nicht, egal wie unsere Antwort ausfällt, Pro oder Kontra, es ist doch lediglich unsere Meinung da beides aus der begrenzten und konditionierten Persönlichkeit kommt. Es entbehrt jeglicher Erfahrung. Mal als Beispiel, die Antwort eines Thai Menschen wird eher Pro, die Antwort des durschnittswestlers eher Kontra ausfallen, aber beide haben null Erfahrung, es ist lediglich das was man so glaubt, bzw. die Idee von Erleuchtung ist in der Asiatischen Konditionerung halt eher anzutreffen als bei uns im Westen. Man kann das letztlich doch nur selber herausfinden indem mal die Methoden die zur Erleuchtung führen sollen ( Meditation ) über einen ähnlichen Zeitraum wie die angeblich erleuchteten durchzieht, macht aber keiner. Bei diesem Thema ist es halt nicht so das man nach 3 Wochen ein Ergebnis bekäme, deshalb sind die Erfahrungswerte bei Ottonormal bei null.  Und wenn man wirklich mal 3 Wochen jeden Tag meditiert, ist das schon eine Leistung.

    Ich meditiere seit 20 Jahren, regelmäßig, es gibt gute Methoden, und die ersten 2 Jahre waren reiner Kampf, aber danach passieren bestimmte Dinge, die dein Leben sehr bereichern können. Ich weiß bis heute nicht ob es Erleuchtung gibt, ist mir persönlich  auch egal, weil der Wert der Meditation in einer größeren Zufriedenheit und Glücklichsein ohne äußeren Anlass liegt sowie einer größeren Bewußtheit sich selbst und seinen Konditionierungen gegenüber. Von daher, ich finde Meditation einfach ein geiles Werkzeug,  leider sind die meisten Leute die sie "verkaufen" einfach zum kotzen, dogmatisch oder haben sonstige Probleme, bzw. wirken schon Scheintod. Mag nur meine Meinung sein, aber ich kriege da sofort Ausschlag, habe in 20 Jahren nicht einen gefunden der mir zusagen würde, ich halte mich da gerne fern. Garanten wie Ikkyu sind ja leider schon weg.

    Letztlich sollte man es wie Buddha machen, sich alleine auf den Weg machen, seine letzten Worte waren ja nicht umsonst, sei dein eigenes Licht. Aber ohne Meditation, bleibt man eben nur seine eigene Konditionierung, und kein Licht. Deshalb kommt man nicht daran vorbei die von ihm gelehrten Meditationen durchzuziehen. Sind im Mahjima Nikaya ja ganz gut beschrieben und so neutral das man sich nicht um irgendwelche „against my believe system“ Revolten rumschlagen muss.
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    Re: Erleuchtete Menschen?

    Beitrag  Gorilla am Di Sep 02, 2014 7:06 pm

    Lachs schrieb:
    Ich meditiere seit 20 Jahren, regelmäßig, es gibt gute Methoden, und die ersten 2 Jahre waren reiner Kampf, aber danach passieren bestimmte Dinge, die dein Leben sehr bereichern können. Ich weiß bis heute nicht ob es Erleuchtung gibt, ist mir persönlich  auch egal, weil der Wert der Meditation in einer größeren Zufriedenheit und Glücklichsein ohne äußeren Anlass liegt sowie einer größeren Bewußtheit sich selbst und seinen Konditionierungen gegenüber. Von daher, ich finde Meditation einfach ein geiles Werkzeug,  leider sind die meisten Leute die sie "verkaufen" einfach zum kotzen, dogmatisch oder haben sonstige Probleme, bzw. wirken schon Scheintod. Mag nur meine Meinung sein, aber ich kriege da sofort Ausschlag, habe in 20 Jahren nicht einen gefunden der mir zusagen würde, ich halte mich da gerne fern. Garanten wie Ikkyu sind ja leider schon weg.

    Letztlich sollte man es wie Buddha machen, sich alleine auf den Weg machen, seine letzten Worte waren ja nicht umsonst, sei dein eigenes Licht. Aber ohne Meditation, bleibt man eben nur seine eigene Konditionierung, und kein Licht. Deshalb kommt man nicht daran vorbei die von ihm gelehrten Meditationen durchzuziehen. Sind im Mahjima Nikaya ja ganz gut beschrieben und so neutral das man sich nicht um irgendwelche „against my believe system“ Revolten rumschlagen muss.

    Sehr spannend, jetzt bekommt der Thread ja doch noch an Fahrt Daumen hoch!
    Ich finde es sehr interessant, wie jemand wie Christian Meyer (siehe beide Videos im Thread) das Erwachen skizziert. Seine Schüler berichten die gleichen Dinge und Erfahrungen. Interessant ist auch die Arbeit des US-amerikanischen Neuropsychologen Ramachandran der ein bestimmtes Hirnareal im Bereich der Schläfenlappen stimuliert hat und dort transzendentalen Erfahrungen und Erleuchtungserlebnisse auslösen konnte. Noch spannender war, als man das Experiment mit einer Doppelblind-Sicherung nachbaute, dort bekamen auch Teilnehmer den mystischen Moment, welche überhaupt nicht stimuliert wurden. Sie hatten erwartet, religiöse Erfahrungen zu machen – das Gehirn lieferte diese prompt über die Autosuggestion bzw. selbsterfüllende Prophezeiung.

    Ich denke mittlerweile, daß das alles auf ein Gehirntraining zurückzuführen ist und es Menschen gibt, die dies intuitiv umsetzten und somit ein völlig neues Bewusstsein erhielten. Danach hat man dann zweifelhafte Religionen darum gebaut mit all den seltsamen Dingen die dort passieren.
    Der Mensch hat sich nicht besonders weiterentwickelt, es geht immer noch um das Überleben und Befriedigung von primitiven Basisbedürfnissen: Hohe Aktivitäten im Reptiliengehirn, limbischen System Hypothalamus und Hippocampus.
    Erleuchtung passiert über die Aktivierung der Gehirnregionen des Neokortex und des präfrontalen Kortex und des beruhigens der primitiven Gehirnregionen.
    Über die Fähgkeit der synaptischen Plastizität kann das Gehirn förmlich umgebaut werden. Ich könnte mir vorstellen, daß Christian Meyer das mit dem Ausleben der Gefühlen der Angst noch potenziert und der "Umbau" schneller funktioniert. Im Zen traniert man die Stärkung des präfrontalen Kortex über viele Jahre, Jahrzehnte bis Erleuchtung (Satori) stattfindet.

    Nach 20 Jahren meditation müsstest du ja schon sehr weite Fortschritte gemacht haben.
    Letzendlich reduziert sich vielleicht wirklich alles auf ein Gehirntraining und (Auto)-Suggestion scratch
    Spannendes Thema.
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    Re: Erleuchtete Menschen?

    Beitrag  Gast am Mi Sep 03, 2014 3:04 am

    Gorilla schrieb:

    Über die Fähgkeit der synaptischen Plastizität kann das Gehirn förmlich umgebaut werden. Ich könnte mir vorstellen, daß Christian Meyer das mit dem Ausleben der Gefühlen der Angst noch potenziert und der "Umbau" schneller funktioniert. Im Zen traniert man die Stärkung des präfrontalen Kortex über viele Jahre, Jahrzehnte bis Erleuchtung (Satori) stattfindet.

    Nach 20 Jahren meditation müsstest du ja schon sehr weite Fortschritte gemacht haben.
    Letzendlich reduziert sich vielleicht wirklich alles auf ein Gehirntraining und (Auto)-Suggestion  scratch
    Spannendes Thema.

    Meine Antwort auf deine Frage war eher Massenkompatibel gehalten, da ich davon ausgehe, das bei den meisten hier das grundlegende Wissen um das Thema fehlt, wir sind hier ja nicht in einem Meditationsforum.

    Das Gehirn fungiert quasi als eine Art Empfänger, das eigentliche "Training" findet auf einer nicht materiellen Ebene statt ( ähnlich wie Akupunktur deine feinstofflichen Energiebahnen bearbeitet und das Ergebnis dann körperlich sichtbar wird ) dadurch wird das Gehirn auch umstrukturiert. Diese Ergebnisse können dann gemessen werden, aber das hat für mich keine absolute Aussagekraft. Es gibt da z.B. einen englischen Geistheiler der hat komatöse Gehirnwellen während er redet, denkt, handelt - sollte ja eigentlich nicht möglich sein. Für mich hat nur eine bestimmtes Bio Resonanz System Wert, das teste ich seit 15 Jahren und ist absolut stimmig. Aber, wenn man kein Yogisches Basiswissen besitzt, werden einem die Ergebnisse erstmal nix sagen.

    Ich habe etliche Tests mit Meditierern gesehen sowie selbst gemacht, und der Anteil von denen die wirklich meditieren ist gering. Das meiste findet eben nur im normalen Denken statt, und einer der ersten Ziele der Meditation ist ins sogenannte Buddhi Denken zu gelangen, wir würden westlich wohl Intuition dazu sagen.

    Die Jahre sagen da letztlich gar nichts aus, außer das du gewillt und motiviert bist. Ich habe mal einen gesehen, der hatte 30 Jahre Meditation in den Knochen, und konnte keine 5 Minuten still sitzen. Im Zen gibt es da die schöne Geschichte mit dem Schüler, der 16 Jahre meditiert und nie ein Satori hatte, ein neuer Schüler, meditiert 3 Monate und hat eins.

    Da spielen soviele Faktoren eine Rolle, die für dich richtige Technik, die körperliche Vorbereitung, alleine schon ob du bewegunglos mediterst, die Position... Mahavira z.B. hat immer im stehen meditiert, das habe ich erst in den letzten Monaten begriffen warum. Das alles macht schon einen riesen Unterschied.

    Wenn es dir nur um Brain Stuff geht, check mal T.D. Lingo - Amygdala Stimulation. Das ist ganz nett. Wenn es dir aber um das Thema Erleuchtung geht, würde ich mich eher mit feinstofflicher yogisch - tantrischer  Physiologie auseinandersetzen.
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    Re: Erleuchtete Menschen?

    Beitrag  Gorilla am Sa Mai 09, 2015 10:54 pm

    Ich wollte hier noch was beisteuern. Nachdem ich mich nun paar Jahre mit dem Thema befasst habe, stelle ich immer mehr Parallelen bei der Beschreibung von "erleuchteten Menschen" und Psychotikern fest.

    Die Merkmale des Erwachens sind Gedankenstille, Ichlosigkeit, ein neuer Blick auf die Welt und Glücksgefühle. Das alles sind klare Symptome einer Pschose:
    Wahnvorstellungen (Absolute Überzeugung von Dingen), Ich-Störung, Depersonalisation, Gedankenentzug, Ungewöhnliche Sinneswahrnehmungen, Überzeugungen zu ungewöhnlichen Sachverhalten, Veränderung der Gefühle (Glücksgefühle).

    Leider gibt es kaum Forschung in diesem Bereich. Aber vergleicht man religiöse Erfahrung mit
    psychotischem Erleben, finden sich Gemeinsamkeiten und Übereinstimmungen.

    Spirituelle und psychotisches Erleben treten in Situationen erhöhter emotionaler Erregung
    und Anspannung auf. Genau das zeigen spirituelle Wege. Z.B. Christian Meyer empfiehlt sich der Todesangst vollkommen hinzugeben um aufzuwachen. Ich finde das sehr gefährlich, da durch die heftige emotionale Erfahrung der Todesangst eine Psychose entstehen kann.

    Interessant (auch zum Thema Vegan) gibt es einen Meditationslehrer in Berlin, der von sich behauptet erwacht zu sein. Dieser ist vegan und homosexuell. Nach dem "erwachen" spricht er davon, daß sein erstes Verlangen eine fette Käsepizza gewesen wäre, die er sich sofort besorgt hätte.
    Ich finde interessant, daß sein erstes Verlangen nicht war, mit einer Frau zu schlafen Doofes Grinsen

    Ich unternahm den „edlen“ Versuch, die Welt zu verbessern, durch eine sehr radikale Tierrechtsarbeit. Meine ganze Zeit opferte ich der Befreiung von Tieren. Ich lebte strikt vegan, propagierte, organisierte und riskierte in den Aktionen alles. Auch hier gab es zwei Seiten. In einer Weise hatte ich großes Mitgefühl mit den Tieren. Wenn du schon einmal unzensierte Bilder aus einem Tierversuchslabor gesehen hast, wirst du wissen, was ich sagen möchte, wie solche Bilder berühren. Oft stand ich weinend vor Tiertransportern oder in irgendwelchen Legebatterien. Das Leid der Tiere machte mich weich, und ich erfuhr so, was Mitgefühl bedeutet. Auf der anderen Seite waren all diese Aktionen ein willkommener Anlass, mich wichtig zu nehmen. Das Tierrecht benutzte ich, um jemand zu sein, um zu belehren, um es besser zu wissen, um mich einsam zu machen und um mich zu betäuben. Ich konnte beobachten, wie der Kick bei den Aktionen immer stärker wurde. Gab es einmal keine Aktion, fiel ich in ein Loch. Es war mir nicht möglich, mit dieser Leere zu sein – besser gesagt schien es mir so. In Wahrheit war ich ja damit, sonst hätte ich nicht nicht damit sein können. Das Gefühl von Leere, mein Zuhause, betäubte ich dann wieder mit Sex. Ich empfand es als eine tiefe Niederlage, mir einzugestehen, dass ich die Tierrechtsarbeit für mich und nicht wegen der Tiere gemacht hatte. Als ich das erkannte, brach mir fast das Herz. Ich bat die Tiere um Vergebung, dass ich ihr Leid genutzt hatte, um mich besser zu fühlen. Seitdem begann sich eine andere Schicht von Mitgefühl zu offenbaren. Heute bin ich sehr dankbar, dass ich auf diese Weise wieder einmal erfahren durfte, wie das Ego alle Dinge an sich reißt, um zu überleben. Wenn ich daran zurückdenke, wie grob und lieblos ich oft zu meinen eigenen Hunden war, während ich nach außen hin Mitgefühl und Empörung heraushängen ließ; Wie ich mir auf den Hinterkopf riesengroß das Wort VEGAN tätowieren ließ, damit jeder sehen konnte, wie toll und engagiert ich bin. Bis heute habe ich großen Respekt vor Aktivisten. Ich freue mich über jede gelungene Tierbefreiung. Doch ich durfte erfahren: Da ist niemand, der es sich ausgesucht hat, Metzger oder Tierrechtler zu sein. Die Existenz bedarf beider Pole, um sich auszudrücken. So ist es mir nun nicht mehr möglich, mich auf eine Seite zu schlagen. Die einzige Seite, die existiert, ist das Leben Selbst. (..) Es ist auch etwas sehr Typisches für Menschen mit Borderline, dass sie sich den Tieren stark verbunden fühlen.
    http://erwachen.com/forum/viewtopic.php?f=21&t=1162

    Ich persönlich halte davon überhaupt nichts. Niemand hat sich rausgesucht Metzger zu werden und die Existenz benötigt beide Pole wirr  Das ist Esoterikgewäsch. Niemand hat sich rausgesucht Fleisch aus der Massentierhaltung zu essen, niemand hat sich rausgesucht das Elend mit dem Kauf zu unterstützen, niemand hat sich rausgesucht Tiere zu quälen und auszunutzen und einen fette Profit einzufahren? wirr wirr

    Dieses gleichgültige Eso-Geschwätz macht mich echt wütend. Wie ist das mit Kinderschänder? Auch beide Pole der Existenz? Ekelhaft. Gefährliches, ekelhaftes Weicherspüler Eso Gesabbel.

    Jeder Mensch hat die Pflicht gegen Unrecht vorzugehen, wir haben als Menschen nicht nur Privilegien, sondern viel mehr Pflichten.

    Ich für mein Teil habe erkannt, daß es duchaus "erwachte" Menschen gibt. Es sind alle die, die erkannt haben, daß man vegan leben muss, wenn man die Worte ethisch & moralisch in den Mund nehmen will.
    Dafür muss man nicht 20 Jahre auf einem Kissen sitzen oder zu einem Guru gehen...erwachen kann man von jetzt auf sofort, wenn man die Augen aufmacht und sich informiert.

    Go vegan!

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    Re: Erleuchtete Menschen?

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      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Do Apr 19, 2018 4:46 am