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    Biomechanisch optimiertes Seitheben?

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    Biomechanisch optimiertes Seitheben?

    Beitrag  human vegetable am Sa Sep 28, 2013 5:01 am

    Wie sollte man Seitheben ausführen, um den medialen Deltoid maximal zu stimulieren? Je nachdem wo man schaut, gibt es da unterschiedliche, sogar gegensätzliche Ideen.

    Einige Beispiele:
    1)


    2)


    3)


    4)


    Im Moment nutze ich die vierte Variante (mit nach unten hin reduzierter ROM) und habe das Gefühl, dass diese vom Brennen/Pump her mehr reinhaut als die anderen, und den lateralen Kopf auch besser isoliert. Was sind eure Vorlieben?
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    Re: Biomechanisch optimiertes Seitheben?

    Beitrag  Ottomane am Sa Sep 28, 2013 5:23 am

    Ich muss grad etwas pingelig sein: Du meinst den lateralen Teil des Deltoides. Medial ist als anatomischer Begriff genau das Gegenteil.
    Medial ist "zu Mitte hin" und lateral ist "seitlich entlang". Die Mitte ist in dieser Ebene in Richtung Wirbelsäule. Das heißt die beiden anderen Köpfe sind medialer als der laterale Kopf, der am meisten lateral ist und am damit meisten parallel zur Wirbelsäule läuft Smile 

    Zum Thema:

    Ich bin jetzt kein Experte, aber ich glaub Variante 1) und 4) sind am geeignetsten um nur den lateralen Deltoideus zu treffen. Wenn der Arm zu sehr am Körper anliegt kommt vielleicht der Supraspinatus zu sehr ins Spiel am Anfang. Nach Wiki ist der Deltoideus am Anfang kaum aktiv und die ersten 10° macht der Supraspinatus.

    Ich persönlich mache aber nur Überkopfdrücken und Klokov Press. Wenn mein Rücken und alles wieder komplett fit sind kommen auch wieder High Pulls rein. Vielleicht findet ja jemand eine Quelle, die die Aktivierung des lateralen Deltoides beu diversen Übungen vergleicht. Das könnte eventuell so sein wie beim Quadrizeps zwischen Kniebeuge und Beinstrecken.
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    Re: Biomechanisch optimiertes Seitheben?

    Beitrag  human vegetable am Sa Sep 28, 2013 7:41 am

    Point taken - man lernt nie aus. Schon klar dass Seitheben nur das Tüpfelchen auf dem i ist und Komplexübungen erst mal die notwendige Grundlage schaffen müssen.

    Was die Aktivierung angeht habe ich das mit dem Supraspinatus auch gelesen - allerdings behauptet Herr DeSimone (im letzten Clip zu sehen), die Aktivierung des seitlichen Kopfes wäre bei 60 Grad Abduktion (stimmt der Begriff wenigstens?) am stärksten. Naja, bei so unklarer Faktenlage verlasse ich mich lieber auf das eigene Körpergefühl. Optimal für so eine Isoübung wäre wohl wirklich eine Maschine mit gleichmäßiger Kraftkurve um über die volle ROM gehen zu können, aber dafür melde ich mich in keiner Muckibude an.

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    Re: Biomechanisch optimiertes Seitheben?

    Beitrag  PhilippMarcel am Sa Sep 28, 2013 11:04 pm

    Ich frage mich, ob man da wirklich so ins Detail gehen muss, bezogen darauf, welche Seithebenübung man machen sollte. Der supraspinatus ist natürlich der Starter, aber ja hautpsächlich biomechanisch tätig (zentralisierung und caudalisierung). Ich kenne es so, das der ventrale und dorsale Teil soweit caudal liegen das sie erst ab 60° Abd. oberhalb der Abd./Add. Drehachse liegen und unterhalb eher die Add. untestützen würden. Ich denke aber, das sie eben auch über die ventralen/dorsalen Übungen trainiert werden und, dass man bei Seitheben ab 0° bzw. weiter in Add eigentlich nicht so ins Detail gehen kann, denn die Individualität spielt da noch eine Rolle. Z.B. Stellung des Schulterblattes, Krümmung der Brustwirbelsäule, beruflicher Alltag.

    Aber zum Thema Biomechanik gibts bei uns noch die Begriffe inneres und äußeres Drehmoment und das "idealste" wäre, wenn der Hebel am größten ist (äußeres Drehmomoent) und die Myosin-/Aktinfilamente die beste Überlappung haben (inneres Drehmoment), welches nicht immer in Mittelstellung der Bewegungsamplitude ist. Bin zu faul alles durch zu kramen, aber findet man aufjedenfall im Internet. Glaube zum Thema Abd. in Schulter wäre 30° Abd. die ideale Stellung fürs innere Drehmoment und dann müsste man gucken das man 90° Winkel zwischen Hand und Kabelzug hat.

    Aber wie gesagt, ich würde einfach mehr Seitheben machen, die Übung die einem am meisten Spass macht und halt mal einen Wechsel, aber nich zuuu sehr ins Detail.
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    Re: Biomechanisch optimiertes Seitheben?

    Beitrag  human vegetable am So Sep 29, 2013 1:16 am

    Ich kenne es so, das der ventrale und dorsale Teil soweit caudal liegen das sie erst ab 60° Abd. oberhalb der Abd./Add. Drehachse liegen und unterhalb eher die Add. untestützen würden. Ich denke aber, das sie eben auch über die ventralen/dorsalen Übungen trainiert werden und, dass man bei Seitheben ab 0° bzw. weiter in Add eigentlich nicht so ins Detail gehen kann, denn die Individualität spielt da noch eine Rolle.
    You lost me there, mate. Werde wohl an meinem Fachvokabular arbeiten müssen, merke ich in diesem Thread.

    Aber deiner Schlussfolgerung stimme ich zu (insb. "Übung die am meisten Spaß macht"). Variante vier spüre ich am besten, warum also nicht die?

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    Re: Biomechanisch optimiertes Seitheben?

    Beitrag  PhilippMarcel am So Sep 29, 2013 5:47 am

    Ich trainiere auch quasi nach Variante 4.

    Variante 2 wäre wohl die, die Drehmoment sache am besten erklären würde, der hätte bei 30° Abd den längsten Hebel, d.h. beste Kraftentfaltung und längsten Hebel.

    Sorry, hab den Text nicht nochmal durchgelesen, musste zum Sport Very Happy 

    Mit ventralen Übungen meine ich z.B. Bankdrücken, Frpntheben oder so ein kram, wo der Teil des Deltoideus ja ich immer als Synergist arbeitet.
    Mit dorsalen halt sowas wie Rudern, Reversebutterfly oder so.

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    Re: Biomechanisch optimiertes Seitheben?

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