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    Die Grenzen des Wachstums

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    Die Grenzen des Wachstums

    Beitrag  human vegetable am Sa Jul 07, 2012 9:08 pm

    Sehr interessanter Artikel zum Thema "genetisches Limit": http://muscleevo.net/how-fast-can-you-build-muscle/

    Ein Highlight:
    The figure below is taken from a study where a group of otherwise identical guys (diet, training age, compliance, age, initial lean body mass) lifted weights for 12 weeks

    When the researchers looked at the results of the men who built the most muscle (high responders) and those who built the least muscle (low responders), they found roughly four times greater gains in muscle in the high versus the low responders.

    The researchers then used gene profiling to look at microRNAs (miRNA) in tissue samples taken from both groups of men.

    miRNAs are small, non–coding RNAs which, amongst other things, appear to play an important role in regulating protein synthesis (i.e. muscle growth) during resistance training.

    They found that miR-378, miR-29a, miR-26a and miR-451 were differentially expressed between low and high responders. MiR-378, miR-29a, miR-26a were down regulated in low responder subjects and unchanged in high responders while miR-451 was up-regulated only in low responders.

    D. h., die Hardgainer-Hypothese ist jetzt nicht nur wissenschaftlich bestätigt, sondern langsam werden auch die Gründe für die beobachteten Unterschiede klar (im Artikel kommt dazu noch mehr mit Verweis auf andere Studien). Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis jeder sein genetisches Potential schon exakt im Voraus berechnen lassen kann.

    Einerseits desillusionierend, aber letztlich doch befreiend. Vor diesem Hintergrund wird klar, wie problematisch es ist, wenn Trainierende sich miteinander vergleichen und ihre Erwartungen an den Erfolgen anderer ausrichten - zumal wenn ihre Vorbilder AAS nehmen, oder ihnen nur aus den Medien bekannt sind.

    Dennoch kann Kraftsport/Bodybuilding auch für average/low responder langfristig erfüllend sein, wenn sie sich vor allem auf die eigenen Erfolge konzentrieren. Und sich auf seinen genetischen Loorbeeren auszuruhen ist ebenfalls keine gute Idee - gerade in der zweiten Lebenshälfte sticht Lebensführung die Veranlagung aus. Aber den Traum, Elitesportler zu werden, sollte man sich wohl aus dem Kopf schlagen, wenn man nicht von Anfang an merkt, dass man eine wesentlich steilere Entwicklungskurve hat als andere. "Elite athletes are born, not made."
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    amaranthine
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    Re: Die Grenzen des Wachstums

    Beitrag  amaranthine am Sa Jul 07, 2012 9:52 pm

    Ein sehr interessantes Thema! Sicherlich sind die Aussagen solcher Studien für eine gewisse Gruppe zutreffend. Allerdings sollte man sich vor Augen führen, dass solche Vergleiche mitunter nicht viel Sinn machen.

    Ich will damit sagen, dass verdammt viele Umstände bei den Testkandidaten dazu führen konnten in eine gewisse Gruppe herein zu rutschen. Wenn jemand von Natur aus wenig isst und sich mit 2 Mahlzeiten zufrieden gibt (zu den gehörte ich früher auch) wird man ganz schnell zum Low-Responder obwohl diese Einstufung ansich nichts mit der Genetik zu tun hat. Das selbe gilt für andere Trainings hindernde Faktoren, wie z.b. Depressionen, Zweifel am Kraftsport allgemein usw..

    Ein kleines Beispiel aus lang vergangener Zeit. Ein Schulfreund hat sich schon immer (unterbewusst) verdammt gut und sogesehen Muskel Wachstumsfördernd ernährt (über den Tag 300-500g Haferflocken..) und hatte auch schon immer eine recht sportliche Figur. Als er dann angefangen hat Bodybuilding zu betreiben, könnt ihr euch sicher vorstellen wie gut er schon im ersten Jahr aufgebaut hat. Nämlich sogut, dass ich mit meinen damaligen 3 jahren (beschissenem Training und essen) neben ihm recht dürr aussah tröst

    Lange rede kurzer Sinn: Meine Erfahrung zeigt, dass es natürlich Leute gibt die besser und schlechter auf Muskelwachstum reagieren - ABER, bisher hat jeder den ich kenne, recht vernünftig aufgebaut, bei dem gute Bedingungen geschaffen wurden!

    Also Leute nicht gleich die Flinte ins Korn werfen und sich selbst Hardgainer nennen. Das wäre zu einfach! cheers
    Lieber in Foren wie diesen informieren wie man es besser machen kann Wink
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    Re: Die Grenzen des Wachstums

    Beitrag  human vegetable am So Jul 08, 2012 2:11 am

    Es ist wirklich eine Gratwanderung: Wie du sagst, ist es einerseits Quatsch, sich hinter dem hardgainer-Label zu verstecken und damit Defizite in der Planung und Durchführung seines Trainings zu entschuldigen. So kommt man nie auf einen grünen Zweig.

    Andererseits finde ich es problematisch, wenn jemand sich Ziele steckt, die in Anbetracht der individuellen Veranlagung völlig unrealistisch sind. Die ersten zwei Jahre mag das gutgehen, denn schließlich macht fast jeder zu Beginn merkliche Fortschritte, und hehre Ziele motivieren vielleicht zu noch größerem Einsatz.

    Aber wenn die Verbesserungen dann irgendwann langsamer vonstatten gehen und die Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit offensichtlich wird, macht sich irgendwann Frustration breit, das Interesse an teuren aber unnützen Supplements (oder gar AAS) wird immer größer, und die Zufriedenheit mit den bereits erzielten Erfolgen sinkt. Obwohl man sich objektiv verbessert hat, spiegelt die Selbsteinschätzung das nicht mehr wieder.

    Leider (oder zum Glück?) sind wir noch ein Stück davon entfernt, unser Potential im Vorhinein bestimmen zu können. Es gibt jedoch einen Menschen, der sich mit sehr anspruchsvollen Methoden dieser Frage gewidmet hat - sein günstig gepreistes ebook kann ich uneingeschränkt jedem empfehlen, der gerne wissen möchte, was für ihn noch in den Sternen steht: http://www.weightrainer.net/index.html
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    Re: Die Grenzen des Wachstums

    Beitrag  amaranthine am So Jul 08, 2012 2:54 am

    Was du ansprichst ist auf jeden Fall eine der Schattenseiten dieses Sports. Nun.. weniger die Sache ansich, sondern worin dann einzelne Athleten ihre Konsequenzen ziehen (AAS etc).

    Andererseits treibt es allerdings genauso an. Ich meine, wer geht schon mit dem Wunsch das erste mal ins Fitnessstudio mal genauso wie "Natural" Athlet XY auszusehen. Auch wenn es viel nicht zugeben schwebt doch bei jedem ein Vorstellung von Arnie im Hinterkopf herum.

    Ich will damit sagen, dass für sogut wie jeden Sportler (mich inbegriffen) irgendwann die Einsicht kommt, dass man auf natürlichem Wege nie so aussehen wird wie die Leute die uns damals ins Fitness Studio getrieben haben.. Actionhelden wie Stallone, Schwarzenegger oder heute The Rock, Statham und wie sie alle heißen.
    Und genau an einem solchen Punkt trennt sich die Spreue vom Weizen. Die Discopumper bleiben Zuhause oder fangen an zu Stoffen. Der Sportler hingegen wird am Eisen bleiben.. nicht weil er immernoch das Ziel hat Titten wie Arnie zu bekommen, nein. Sondern weil er begriffen hat, dass der Weg das Ziel ist.

    Aber mein Gesülze kommt, wie immer, ein wenig von der eigentlichen Intention des Threads ab. Blll

    in diesem Sinne: back to t(r)opic Smile
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    Re: Die Grenzen des Wachstums

    Beitrag  human vegetable am So Jul 08, 2012 6:34 am

    Ich will damit sagen, dass für sogut wie jeden Sportler (mich inbegriffen) irgendwann die Einsicht kommt, dass man auf natürlichem Wege nie so aussehen wird wie die Leute die uns damals ins Fitness Studio getrieben haben.. Actionhelden wie Stallone, Schwarzenegger oder heute The Rock, Statham und wie sie alle heißen.
    Und genau an einem solchen Punkt trennt sich die Spreue vom Weizen. Die Discopumper bleiben Zuhause oder fangen an zu Stoffen. Der Sportler hingegen wird am Eisen bleiben.. nicht weil er immernoch das Ziel hat Titten wie Arnie zu bekommen, nein. Sondern weil er begriffen hat, dass der Weg das Ziel ist.

    Daumen hoch! Yeah! Daumen hoch!

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