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    Grundsätze für Anfänger

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    Tobi
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    Grundsätze für Anfänger

    Beitrag  Tobi am So Jun 21, 2009 5:52 am

    Grundsätze für Anfänger

    Ein typischer sonntäglicher Morgen, so sitze ich hier in meinem Sessel, geschafft vom Training und grabe mich durch diverse Bodybuildingforen, um meinen Horizont zu erweitern, doch wieder einmal sind es größtenteils Threads verzweifelter Anfänger, die nicht wissen, wie sie trainieren oder essen sollen, welche dort die Themen füllen.

    Bei den bellenden Kommentaren der alteingesessenen User in solchen Foren ist es auch kaum ein Wunder, dass dort niemand viel schlauer wird und sich die Anfänger nach wenigen Wochen ohne Erfolge in den Steroidkonsum stürzen, doch ist das wirklich nötig?

    Wie manche Athleten beweisen sind Erfolge weit über dem, was ein normaler Hobbysportler erreichen will (und auch weit über dem, was er trotz Anabolika mit schlechtem Training erreichen wird), durchaus möglich und ich werde hier einige wichtige Tipps geben, die ein Anfänger achten sollte, nein, muss!

    1. Mach dir einen Trainingsplan
    Das wichtigste überhaupt, ist es, zu wissen, was man trainiert und warum.
    Wie oft sehe ich in Studios die Neulinge vom Kurzhantelständer zur Bank und wieder zurück flitzen?
    Es scheint, als wären sie darauf aus, baldmöglichst mit einem Buckel, der Quasi Modo vor Neid erblassen ließe, herumzulaufen, anstatt eine solide Muskulatur aufzubauen.

    Falls man nämlich nur die Brust trainiert, kommt dieser Zustand schneller als gedacht.
    Wenn ihr mit dem Training beginnen wollt, dann nehmt ruhig zuerst einmal einen der Beispielpläne, die ihr hier im Forum findet und bleibt für einige Monate dabei.
    Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass es wirklich die dümmste Idee von allen ist, alle paar Wochen als Anfänger seinen Plan zu ändern oder gar ohne Plan zu trainieren.
    Jedes Erkennen eines Fortschritts wird dadurch verhindert.

    2. Setze dir Ziele und schreibe sie auf
    Ich weiß doch ohnehin, was ich will, größer werden und basta!
    Auch wenn ihr das jetzt denkt, so kann ich euch sagen, ihr werdet bestimmt in einem halben Jahr nicht mehr wissen, wieviel ihr damals wiegen wolltet.
    Klar wirkt sich das nicht insofern auf euer Training aus, dass ihr ohne Ziele direkt weniger drücken könnt, doch ist auch die Motivation beim Training eine sehr wichtige Sache.

    Wenn ihr euch viele kleine Ziele setzt wie z.B. 5 kg mehr Körpergewicht oder 10 Kg mehr auf der Bank, dann werdet ihr erstens etwas haben, auf das ihr hinarbeiten könnt und fühlt euch zweitens großartig, sobald ihr euer Etappenziel erreicht habt.

    3. Lege dir ein Trainingstagebuch an
    Sicher könnt ihr auch so behalten, welches Gewicht ihr bei den einzelnen Übungen jeweils drückt und es ist sicher auch noch möglich sich daran zu erinnern, ob die letzte Trainingseinheit sehr anstrengend war oder ob eine Gewichterhöhung nötig ist, doch fragt sich, ob ihr auch noch die Einheit vom ersten Sonntag des letzten Juni zusammenbekommt.

    Es ist schlicht so, wenn ihr eure Trainingsgewichte und euer Körpergewicht stets aufschreibt, dann fällt es euch auch viel leichter, es zu analysieren.
    Ihr habt auf einmal kaum noch Zuwächse? Seid ihr noch in der Anfangsphase (ca. erste zwei Jahre), so findet ihr den Übeltäter sicher schnell in eurer Trainingschronik.

    4. Achte auf die richtige Form
    Ein sehr wichtiger Punkt.
    Dem erfahrenen Betrachter ist es oft ein Graus, in das Studio nebenan zu gehen, springen ihm doch dort ständig schreckliche Rundrücken und zukünftige Beckenschiefstände entgegen, die ihm beim Anblick die Zehennägel aufrollen.
    Es gibt viele Videos in den großen Internetforen, die die Übungsausführung bis ins Detail aufzeigen und das nicht ohne Grund.

    Abgesehen davon, dass der Trainingserfolg durch falsche Technik nicht vergrößert wird, werden eure Knochen und Gelenke schon bald das Bedürfnis haben, sich an euch für die Tortur zu rächen.
    Wenn ihr in diesem Sport Erfolge feiern wollt, dann treten Verletzungen schnell einmal auf, also solltet ihr alles
    in die Wege leiten, um das Horrorerlebnis eines jeden Bodybuilders abzuwenden und dazu gehört vor allem eine schonende Technik.

    5. Plane eine entsprechende Ernährung
    Eine sehr wichtige Sache, lasst es mich anhand einer Metapher erklären:
    Nehmen wir einmal an, unser Körper sei eine Baustelle.
    Wir haben eine begrenzte Zahl an Bauarbeitern, die eine gewisse Menge an maximaler Arbeit, die hier für Muskelaufbau steht, verrichten können.
    Um ein Haus zu bauen, braucht man natürlich auch Steine, und schon sind wir bei der Ernährung.

    Wenn wir zu viele Steine liefern, dann häufen sich nur Unmengen des Baumaterials an, wenn wir jedoch zu wenige Steine liefern, gerät der Bau ins stocken.
    Mit der Ernährung im Bodybuilding ist es nicht anders, man muss zumindest so viel essen, wie man verbraucht, damit optimal aufgebaut werden kann.
    Da man aber nicht genau wissen kann wieviel man verbraucht, muss man schätzen und dann etwas mehr essen,
    als man für seinen Verbrauch hält.

    Nun sollte man, um eine stetige Zufuhr zu gewährleisten, dafür sorgen, dass man regelmäßig Nahrung zuführt und weiß, welche Menge an Nahrung man zuführt.
    Falls das Training nicht alle Regeln ausnahmslos ablehnt, sollte man pro Monat zwischen 1 und 1,5 Kg an Fett und Muskelmasse zunehmen.
    Je nachdem, ob man zu wenig oder zu viel zunimmt, muss man die Kalorienzufuhr erhöhen oder senken.

    6. Lass dein Ego daheim
    Das ist ein weiterer Punkt, der sich vielleicht nicht sofort auf das Training auswirkt, aber mit zunehmender Trainingszeit mehr und mehr an Bedeutung gewinnt.
    Wichtig ist es, die richtigen Gewichte zu wählen.
    Viele Anfänger überschätzen ihre Fähigkeiten bei weitem und legen Gewichte auf, die sie nur mit sehr falscher Technik bewältigen können.

    Nun werden sich manche angesprochen fühlen und denken “Ja und? Es wächst doch! Wo ist das Problem?” und da wären wir wieder bei Punkt 4. Alle guten Ratschläge und Tipps, die ich hier nenne bringen nichts, wenn sie niemand einhält, weil er kurzfristig einen kleinen Erfolg erzwingen will.
    Auch wenn ihr durch Ablehnen sämtlicher Hilfen über kurze Zeit scheinbar bessere Ergebnisse erzielt, werdet ihr alles, was über einen kleinen Fauxpas hinausgeht, auf lange Sicht bereuen, wenn eure Erfolge ausbleiben oder ihr gesundheitliche Schäden erleidet.

    7. Finger weg von Steroiden!
    Ca. 30% aller männlichen Studiobesucher haben laut Studien bereits leistungssteigernde Medikamente konsumiert. Eine erschreckend hohe Zahl, vor allem dann, wenn man bedenkt, dass die meisten dieser Konsumenten nicht annähernd die Masse besitzen, die sie mit optimierter Ernährung und perfektem Training ohne Medikamente erreichen könnten.
    Als Anfänger sollte man gerade deshalb von Steroiden abstand nehmen, weil man einfach noch nicht die nötige Erfahrung hat, zu beurteilen, ob man solche Stoffe benötigt, um seine Ziele zu erreichen.

    Außerdem ist man noch gar nicht in der Lage, die größeren Zuwächse genau zu bewerten, um herauszufinden, wie stark die Wirkung der jeweiligen Mittel ist.
    Wenn man dann noch das Gesundheitsrisiko und die Tatsache, dass man eine Straftat begeht, miteinbezieht, dann kommt man sehr bald zu dem Schluss, dass man noch alle Zeit der Welt hat um sich über Anabolika Gedanken zu machen.

    8. Go Heavy
    Damit ist nicht gemeint, dass ihr nur mit niedrigen Wiederholungszahlen trainieren sollt, sondern vielmehr das Prinzip der Superkompensation beachten müsst, welches besagt, dass ein Muskel nur dann eine Anpassung durch Wachstum vornimmt, wenn er überanstrengt wird.
    Daraus lernen wir: ein Training muss anstrengend sein und wir müssen bereit sein alles für unsere Erfolge zu leisten, solange wir die bisher genannten Punkte beachten.

    So weit so gut, nun steht dem Training nichts mehr im Weg, mit einem freundlichen “Shut up and
    Squat!” verabschiedet sich euer
    Tobi vom Vegan Strength Team Germany! Daumen hoch!


    Zuletzt von Tobi am Sa Okt 24, 2009 10:56 pm bearbeitet; insgesamt 5-mal bearbeitet
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    Re: Grundsätze für Anfänger

    Beitrag  Philipp am Mo Jun 22, 2009 1:56 am

    Der Text ist nicht von dir, oder?
    Korrigiere doch das Format noch mal, so kann man das ja kaum lesen. Smile

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    Re: Grundsätze für Anfänger

    Beitrag  Gast am Mo Jun 22, 2009 4:37 am

    Tobi schrieb:Falls das Training nicht alle Regeln ausnahmslos ablehnt, sollte man pro
    Monat zwischen 1,5 und 3 Kg Körpergewicht zunehmen. Je nachdem, ob man zu wenig
    oder zu viel zunimmt, muss man die Kalorienzufuhr erhöhen oder senken.

    3 Kg Körpergewicht pro Monat? Wir reden von Körperfett?

    Für den Muskelaufbau ist eine positive N-Bilanz notwendig (N=Stickstoff), keine positive E-Bilanz. Letztere baut nur Körperfett auf. Von einer Erhöhung Kalorienzufuhr baut Niemand auch nur ein Gramm Muskelmasse auf.
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    Re: Grundsätze für Anfänger

    Beitrag  Tobi am Mo Jun 22, 2009 11:05 am

    xphilx schrieb:Der Text ist nicht von dir, oder?
    doch, wieso?

    gorillastrength schrieb:
    Tobi schrieb:Falls das Training nicht alle Regeln ausnahmslos ablehnt, sollte man pro
    Monat zwischen 1,5 und 3 Kg Körpergewicht zunehmen. Je nachdem, ob man zu wenig
    oder zu viel zunimmt, muss man die Kalorienzufuhr erhöhen oder senken.

    3 Kg Körpergewicht pro Monat? Wir reden von Körperfett?
    joa ein paar Korrekturen muss ich da schon noch vornehmen, die gewichtszunahme war auch eher ein erfahrungswert, wie der titel schon sagt gilt das ja für anfänger und 1 kg muskulatur pro monat sollte ganz am anfang kein problem sein, generell ist es eher ein richtwert, den man nicht zu ernst nehmen sollte

    egtl. hab ich den auch schon korrigiert aber....wie ich grad seh ist alles wieder im urzustand Grr!!

    gorillastrength schrieb:Für den Muskelaufbau ist eine positive N-Bilanz notwendig (N=Stickstoff), keine positive E-Bilanz. Letztere baut nur Körperfett auf. Von einer Erhöhung Kalorienzufuhr baut Niemand auch nur ein Gramm Muskelmasse auf.

    naja, das behaupte ich ja auch nicht, jedoch dürfte uns allen klar sein, dass ein kaloriendefizit auf eine art von diät hinausläuft, wodurch der körper schneller in einen zustand verfällt, in dem er aus der muskulatur seine energie bezieht

    xphilx schrieb:Korrigiere doch das Format noch mal, so kann man das ja kaum lesen. Smile
    so besser? Smile
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    Re: Grundsätze für Anfänger

    Beitrag  Philipp am Mo Jun 22, 2009 8:04 pm

    Tobi schrieb:
    xphilx schrieb:Der Text ist nicht von dir, oder?
    doch, wieso?

    Auch keine Übersetzung oder sonstiges? Ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass ich den Text schon einmal gelesen habe.

    xphilx schrieb:Korrigiere doch das Format noch mal, so kann man das ja kaum lesen. Smile
    so besser? Smile

    Nein, immer noch nicht. Very Happy

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    Re: Grundsätze für Anfänger

    Beitrag  Tobi am Mo Jun 22, 2009 9:19 pm

    Laughing ja was soll ich denn am format ändern?

    xphilx schrieb:
    Tobi schrieb:
    xphilx schrieb:Der Text ist nicht von dir, oder?
    doch, wieso?

    Auch keine Übersetzung oder sonstiges? Ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass ich den Text schon einmal gelesen habe.


    Naja den Text hab ich vllt im März oder so geschrieben und im Dezember hab ich mir selbst 1,2 Texte der Art durchgelesen, da ist bestimmt was hängengeblieben. Habe eben allgemeine Ratschläge mit persönlichen Erfahrungen gespickt.
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    Re: Grundsätze für Anfänger

    Beitrag  Floey am Mo Jun 22, 2009 11:17 pm

    gorillastrength schrieb:Für den Muskelaufbau ist eine positive N-Bilanz notwendig (N=Stickstoff), keine positive E-Bilanz. Letztere baut nur Körperfett auf. Von einer Erhöhung Kalorienzufuhr baut Niemand auch nur ein Gramm Muskelmasse auf.

    Naja, eine positive Energiebilanz schafft aber schon das richtige Milieu für den Muskelaufbau...


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    Re: Grundsätze für Anfänger

    Beitrag  Philipp am Mo Jun 22, 2009 11:50 pm

    Tobi schrieb:Laughing ja was soll ich denn am format ändern?

    Fällt dir nichts bei den Zeilenumbrüchen auf? Wink

    Tobi schrieb:
    xphilx schrieb:
    Tobi schrieb:
    xphilx schrieb:Der Text ist nicht von dir, oder?
    doch, wieso?

    Auch keine Übersetzung oder sonstiges? Ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass ich den Text schon einmal gelesen habe.


    Naja den Text hab ich vllt im März oder so geschrieben und im Dezember hab ich mir selbst 1,2 Texte der Art durchgelesen, da ist bestimmt was hängengeblieben. Habe eben allgemeine Ratschläge mit persönlichen Erfahrungen gespickt.

    Das kann natürlich sein. Ich glaube ich habe einen zumindest ähnlichen Artikel bei TeamAndro gelesen.

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    Re: Grundsätze für Anfänger

    Beitrag  Tobi am Mo Jun 22, 2009 11:55 pm

    xphilx schrieb:

    Das kann natürlich sein. Ich glaube ich habe einen zumindest ähnlichen Artikel bei TeamAndro gelesen.
    Der war der Anreiz Wink

    xphilx schrieb:
    Tobi schrieb:Laughing ja was soll ich denn am format ändern?

    Fällt dir nichts bei den Zeilenumbrüchen auf? Wink
    jetzt bin ich überfragt confused
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    Re: Grundsätze für Anfänger

    Beitrag  Philipp am Di Jun 23, 2009 12:07 am

    Eventuell geht es nur mir so weil mein Rechner den Text falsch darstellt aber ich im ersten Teil stehen etliche Wörter alleine in einer Zeile, sprich dort wurden zu viele Absätze eigesetzt. Ich bin mir sicher, dass das nicht beabsichtigt war.

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    Re: Grundsätze für Anfänger

    Beitrag  Gast am Di Jun 23, 2009 4:37 am

    Floey schrieb:
    gorillastrength schrieb:Für den Muskelaufbau ist eine positive N-Bilanz notwendig (N=Stickstoff), keine positive E-Bilanz. Letztere baut nur Körperfett auf. Von einer Erhöhung Kalorienzufuhr baut Niemand auch nur ein Gramm Muskelmasse auf.

    Naja, eine positive Energiebilanz schafft aber schon das richtige Milieu für den Muskelaufbau...

    Naja, eher das richtige Milieu für den Körperfettaufbau. Die E-Bilanz sollte ausgeglichen sein, eine positive Energiebilanz wandert nach der nahrungsinduzierten Thermogenese direkt in die Fettzellen.

    BTW:
    Das ist der Grund warum BBler das ganze Jahr beschäft sind, sich Masse anzufressen. Dabei (da E-Bilanz positiv) bauen sie auch relativ viel Körperfett auf, dass sie in der Defi-Phase dann wieder runterbrennen müssen.
    Man kann natürlich auch den Königsweg gehen und einen fettfreien Masseaufbau anvisieren, wobei man schon auf die Kcal achten muss. Zuwenig ist kontraproduktiv in Punkto Masseaufbau, ein Zuviel ist kontraproduktiv in Sachen Körperfettgehalt.
    Eine Gradwanderung.
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    Re: Grundsätze für Anfänger

    Beitrag  Tobi am Di Jun 23, 2009 6:01 am

    eine sehr schwere obendrein, man müsste seinen kalorienverbrauch und dessen veränderung schon sehr genau kennen und auch sehr genau essen, um diesen weg erfolgreich zu beschreiten
    hier jedoch geht es um anfänger, die von diesen werten vielleicht sogar noch nie gehört haben und erst einmal einfache richtlinien brauchen
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    Re: Grundsätze für Anfänger

    Beitrag  Floey am Di Jun 23, 2009 7:28 am

    gorillastrength schrieb:eine positive Energiebilanz wandert nach der nahrungsinduzierten Thermogenese direkt in die Fettzellen.
    Gibt's dafür empirische evidenz?


    Man kann natürlich auch den Königsweg gehen und einen fettfreien Masseaufbau anvisieren, wobei man schon auf die Kcal achten muss. Zuwenig ist kontraproduktiv in Punkto Masseaufbau, ein Zuviel ist kontraproduktiv in Sachen Körperfettgehalt.
    Eine Gradwanderung.
    Zeig mir mal einen NaturalBB, der einen völlig fettfreien Masseaufbau überhaupt schafft! Das ist alles sehr idealisiert, was du schreibst. In Realität - so möchte ich behaupten - wird dein Körper ohne exogene Hormonzufuhr keine überschüssige Muskelmasse aufbauen, wenn er nicht in einer besonders sicheren Lage ist, sprich eine positive Energiebilanz hat.


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    Re: Grundsätze für Anfänger

    Beitrag  Gast am Di Jun 23, 2009 8:45 am

    Floey schrieb: In Realität - so möchte ich behaupten - wird dein Körper ohne exogene Hormonzufuhr keine überschüssige Muskelmasse aufbauen, wenn er nicht in einer besonders sicheren Lage ist, sprich eine positive Energiebilanz hat.

    Das ist der große Denkfehler bis heute. Es bedarf einer positive N-Bilanz und ausreichend Kcal. Vom Kalorienüberschuss baut man keine Muskelmasse auf. Und was heißt überschüssige Muskelmasse? Muskelhypertrophie findet statt, wenn die Muskulatur über ihr normales Leistungsniveau hinaus beansprucht wird, was einen sogenannten Wachstumsreiz auslöst. Plus Aminosäurezufuhr und zum Teil ausreichend Kcal ergeben die positive N-Bilanz.
    BTW: Man kann auch mit einem Kcal-Defizit eine positive N-Bilanz erreichen und Muskelmasse aufbauen (dauert länger)...heißt aber nicht, daß es bei positive Energiebilanz schneller gehen würde.
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    Re: Grundsätze für Anfänger

    Beitrag  Gast am Di Jun 23, 2009 8:48 am

    Tobi schrieb:
    hier jedoch geht es um anfänger, die von diesen werten vielleicht sogar noch nie gehört haben und erst einmal einfache richtlinien brauchen

    Gerade Anfängern sollte man den Unsinn von Massephase und Defiphase näherbringen.
    BTW: Viele PROs haben über die Jahre gelernt und achten auch in der Offsession sehr auf den Körperfettgehalt.
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    Re: Grundsätze für Anfänger

    Beitrag  lukas am Di Jun 23, 2009 8:58 am

    ich persönlich glaube das energie "überschuss" auch mehr kraft bedeutet, was wieder den muskelaufbau oder zumindest den kraftzuwachs verbessern kann. wenn ich wenig esse sinkt meine kraftleistung relativ rapide, wenn ich 2-3 kilo zulege (auch fett oder vllt sogar erstmal nur fett) steigt meine kraft an (zumindest fühle ich mich stärker - vllt nur ein placeboeffekt?). ich persönlich fahre mit viel fressen, wenn aufbau super gut, auch wenn ich oft die 4000er kcal marke deutlich knacke. mehr cardio und hartes training helfen meinen fettanteil relativ konstant zu halten.
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    Re: Grundsätze für Anfänger

    Beitrag  Floey am Di Jun 23, 2009 9:00 am

    gorillastrength schrieb:Und was heißt überschüssige Muskelmasse?

    Eine stark hypertrophierte Muskelmasse ist völlig unökonomisch, da sie permanent einen erhöhten Energiebedarf bedeutet und im Alltag nur selten volle Verwendung findet! Zudem ist es (meines Wissens) leichter für den Körper, körpereigene Proteine zu verstoffwechseln, als Depotfett, weshalb man sich ja auch mit einer sehr regelmäßigen Nährstoffzufuhr am besten gegen katabole Prozesse schützt.


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    Re: Grundsätze für Anfänger

    Beitrag  Gast am Mi Jun 24, 2009 4:03 am

    Floey schrieb:
    gorillastrength schrieb:Und was heißt überschüssige Muskelmasse?

    Eine stark hypertrophierte Muskelmasse ist völlig unökonomisch, da sie permanent einen erhöhten Energiebedarf bedeutet und im Alltag nur selten volle Verwendung findet! Zudem ist es (meines Wissens) leichter für den Körper, körpereigene Proteine zu verstoffwechseln, als Depotfett, weshalb man sich ja auch mit einer sehr regelmäßigen Nährstoffzufuhr am besten gegen katabole Prozesse schützt.

    Der Muskel hypertrophiert aufgrund des Wachstumsreiz. Das macht er ja nicht aus Spaß an der Freude. Der Energiebedarf hält sich ja auch in Grenzen, wird oft völlig überschätzt.

    Bis der Körper Aminosäuren zur Energiebereitstellung heranzieht muss man schon viel falsch machen. Ist eigentlich nur bei Dauerbelastung oder Hungerkuren gegeben.
    Ansonsten verbrennt in Ruhe unser Körper so gut wie ausschließlich Fett bzw. Fettsäuren.
    In welchem Ausmaß die Energiequellen aus Fett oder Carbs kommen, hängt von der Intensivität der körperliche Belastung ab.

    Steht in jedem guten Buch über Biochemie und da gibt es auch wenig zu erforschen.
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    Re: Grundsätze für Anfänger

    Beitrag  Gast am Mi Jun 24, 2009 4:12 am

    lukas schrieb:ich persönlich glaube das energie "überschuss" auch mehr kraft bedeutet, was wieder den muskelaufbau oder zumindest den kraftzuwachs verbessern kann.

    Das scheint wirklich sehr subjektiv zu sein, wenn ich viel gefressen habe kann ich nicht das Eisen öfter bewegen. Mag durchaus bei dir ein Plazeboeffekt sein. Wäre mir neu, daß man seine ATP Speicher bzw. die Glykogenspeicher mit einem kcal überschuss streckt.
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    Re: Grundsätze für Anfänger

    Beitrag  Floey am Mi Jun 24, 2009 6:17 am

    gorillastrength schrieb:
    lukas schrieb:ich persönlich glaube das energie "überschuss" auch mehr kraft bedeutet, was wieder den muskelaufbau oder zumindest den kraftzuwachs verbessern kann.

    Das scheint wirklich sehr subjektiv zu sein, wenn ich viel gefressen habe kann ich nicht das Eisen öfter bewegen. Mag durchaus bei dir ein Plazeboeffekt sein. Wäre mir neu, daß man seine ATP Speicher bzw. die Glykogenspeicher mit einem kcal überschuss streckt.

    Warum gibt's wohl so wenige definierte PLer und Strongmen Wink
    Bei mir gibt es da schon merkliche Unterschiede...


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    Re: Grundsätze für Anfänger

    Beitrag  Gast am Mi Jun 24, 2009 7:26 am

    Floey schrieb:

    Warum gibt's wohl so wenige definierte PLer und Strongmen Wink
    Bei mir gibt es da schon merkliche Unterschiede...

    Die Jungs trainieren hart aber essen auch gern.Und zählen bestimmt keine Kcal.....
    Positive Energiebilanz = Aufbau Körperfett.
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    Re: Grundsätze für Anfänger

    Beitrag  Jakob am Mi Jun 24, 2009 7:45 am

    Jo Floey ich glaub auch dass mal als Pl´er nicht fett sein muss. Bestes Beispiel ist doch unser Tom. Er ist zwar ein Knirps hat aber ne Super Form Wink
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    Re: Grundsätze für Anfänger

    Beitrag  Jakob am Mi Jun 24, 2009 7:49 am

    Floey schrieb:
    gorillastrength schrieb:Und was heißt überschüssige Muskelmasse?

    Eine stark hypertrophierte Muskelmasse ist völlig unökonomisch, da sie permanent einen erhöhten Energiebedarf bedeutet und im Alltag nur selten volle Verwendung findet! Zudem ist es (meines Wissens) leichter für den Körper, körpereigene Proteine zu verstoffwechseln, als Depotfett, weshalb man sich ja auch mit einer sehr regelmäßigen Nährstoffzufuhr am besten gegen katabole Prozesse schützt.

    Yeah du hast es endlich gelernt, es ist unser aller Aufgabe den katabolischen Status permanent zu bekämpfen!!!
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    Re: Grundsätze für Anfänger

    Beitrag  Alex am Mi Jun 24, 2009 7:56 am

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    Tobi
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    Re: Grundsätze für Anfänger

    Beitrag  Tobi am Mi Jun 24, 2009 8:04 am

    Jakob schrieb:
    Floey schrieb:
    gorillastrength schrieb:Und was heißt überschüssige Muskelmasse?

    Eine stark hypertrophierte Muskelmasse ist völlig unökonomisch, da sie permanent einen erhöhten Energiebedarf bedeutet und im Alltag nur selten volle Verwendung findet! Zudem ist es (meines Wissens) leichter für den Körper, körpereigene Proteine zu verstoffwechseln, als Depotfett, weshalb man sich ja auch mit einer sehr regelmäßigen Nährstoffzufuhr am besten gegen katabole Prozesse schützt.

    Yeah du hast es endlich gelernt, es ist unser aller Aufgabe den katabolischen Status permanent zu bekämpfen!!!
    In diesem Sinne:
    BEEFCAKE! Fressen Saufen, Junge! Fressen

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    Re: Grundsätze für Anfänger

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